Was ist ein Nerd?

Wort-Herkunft und Geschichte:

Das Wort "Nerd" war einst eigentlich als Beleidigung von isolierten Menschen bzw. sonderbarer Einzelgänger, Außenseiter oder Sonderlingen gedacht.

 

Inzwischen ist es keine Beleidigung mehr, jemanden als ein Nerd zu bezeichnen, weil sich Nerds für Computer, Science Fiction, Wissenschaft oder Technik interessieren und in vielen Gebieten begabt und sehr intelligent sind.

 

Für diesen Wandel zum Positiven ist mitunter die Sitcom "The Big Bang Theory" verantwortlich, in der die Zuschauer mehr über Nerds erfahren konnten und sich dadurch das Bild des typischen Nerds positiv veränderte.

 

Das ist ein Nerd:

Ein Nerd ist intelligent, gebildet, schlau und hebt sich von der Masse ab, was aufgrund der Andersartigkeit oft in die Isolation führt. Das liegt auch daran, dass der Nerd selbst mit seinen Mitmenschen nichts anzufangen weiß, weil sie nicht mit ihm auf einer Wellenlänge sind, ihm geistig unterlegen scheinen und die Interessensgebiete zu weit auseinanderliegen. Als Streber, Außenseiter oder Besserwisser wird er auch oft bezeichnet.


Beschäftigung des Nerds:

Dass der Nerd sich meist mit Comics, Computerspielen oder Science Fiction beschäftigt und Freude daran hat, was man eher von Kindern erwarten würde, zeigt seine besondere Fähigkeit abzuschalten. In wissenschaftlichen oder technischen Themen fühlt er sich wohl. Die Berufswahl sagt gar nichts über den Nerd aus. Der Nerd kann unauffällig am Fließband einer Fabrik arbeiten und zu Hause in seinen Hobbys und Lieblingsthemen aufblühen.


Langeweile:

Es kann passieren, dass sich ein Nerd schnell langweilt, sobald genug über ein Thema  weiß. Deshalb ist es nicht unüblich, dass er oft seine Interessensgebiete wechselt, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.

 

Strukturierung:

Viele Nerds zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie alles, sowie auch alltägliche Dinge und Verläufe gerne strukturieren, wobei sie mit den Daten einen genauen Plan anfertigen oder auch eine Grafik erstellen.

Die Liebe zur Strukturierung lieg wahrscheinlich auch daran, dass Nerds ihre tägliche Routine lieben und Abwechslungen als störend oder sogar als katastrophal empfinden.


Vorbereitung auf das Unerwartete:

Aufgrund ihres vorausschauenden Denkens sind sie auf nahezu alle Szenarien vorbereitet nach dem Moto von "Murpyhs Gesetz", das besagt, dass man alle Möglichkeiten in Betracht ziehen sollte. Beispielsweise geht es bei diesen Szenarien um Stromausfall, Krankheiten, Einbruch, Feuer, Erdbeben und ähnliche Störungen, die auftreten könnten.


Missverständnisse:

Da es Nerds bei der Erfahrung sozialer Kontakte mangelt, kommt es oft zu Missverständnissen. Ehrliche, gutgemeinte und logische Antworten des Nerds werden in Gesellschaft meist als Beleidigung aufgefasst.

Wenn es darum geht, Gefühle, Floskeln, Ironie oder Sarkasmus zu verstehen, tut sich der Nerd schwer.



Verwechslungsgefahr mit Geeks:

Der Geek ist leicht zu verwechseln mit dem Nerd. Der Geek ist nicht sozial isoliert und kann sich sehr gut in die Gesellschaft einfügen. Zudem ist der Geek in meist nur einem Thema sehr gebildet und fast fanatisch oder besessen davon.

Hier ein Artikel in Wikihow über den Unterschied von Nerds und Geeks

 

 

Linkempfehlungen:

Artikel über Nerds bei Wikipedia

Details über die Sitcom "The Big Bang Theory" bei Wikipedia

Hier ein Artikel in Wikihow über den Unterschied von Nerds und Geeks